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GDF Suez steigt im April bei Nord Stream ein 2.03.10

Der französische Energiekonzern GDF Suez steht vor dem Einstieg in das Konsortium zum Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream.

 

 

Laut einer Pressemitteilung des führenden Nord-Stream-Gesellschafters GazProm soll die Übernahme von 9% der Anteile an dem Pipeline-Konsortium durch GDF Suez noch vor dem geplanten Baubeginn im April unter Dach und Fach gebracht werden.

 

 

Dabei werden die Franzosen jeweils 4,5% der Nord-Stream-Anteile von den deutschen Projektpartnern E.ON Ruhrgas und BASF/Wintershall übernehmen.

 

 

GDF und GazProm unterzeichneten am Montag bereits ein Memorandum über zusätzliche Gaslieferungen durch die neue Pipeline. Demnach sollen ab 2015 weitere 1,5 Mrd. m³ russisches Gas nach Frankreich geliefert werden, derzeit bezieht GDF Suez jährlich 12-13 Mrd. m³ Gas aus Russland.

 

 

Das Nord-Stream-Konsortium wird zu 51% vom russischen Staatskonzern GazProm kontrolliert. Die deutschen Energiekonzerne E.ON Ruhrgas und BASF/Wintershall sind bislang mit je 20% an dem Projekt beteiligt, die übrigen 9% hält die niederländische Gasunie.

 

 

Die Pipeline soll über insgesamt 1.223 km Länge von der russischen Küste bei Vyborg über den Grund der Ostsee bis in die Nähe von Greifswald in Vorpommern führen. Von dort aus ist die Verteilung des Gases aus Lagerstätten in Westsibirien auf die westeuropäischen Absatzmärkte in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Frankreich geplant.

 

 

Für den ersten Leitungsstrang, der Ende 2011 in Betrieb genommen werden soll, ist eine Transportkapazität von rund 27,5 Mrd. m³ Erdgas pro Jahr vorgesehen. Mit der Inbetriebnahme eines zweiten Leitungsstranges soll sich ab 2012 die Kapazität auf rund 55 Mrd. m³ Erdgas pro Jahr verdoppeln.

 

 

Die Investitionskosten werden von dem Pipeline-Konsortium mittlerweile mit 7,4 Mrd. EUR veranschlagt, nachdem man anfangs noch von 4 Mrd. EUR ausgegangen war.

Quelle: nov-ost.info

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